Selbsthilfe-Gruppe

Gruppen Information und Grundsätze am Schluss.

Aus den vielen Therapien resultierte die Gründung einer Selbsthilfegruppe, sie wird von den Ärzten und Therapeuten befürwortet. Ich habe zuerst noch nicht viel darunter verstehen können, ich dachte einfach, mal schauen, vielleicht bringt es was und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm! Nun, ich habe mir dann, nach weiteren Gesprächen mit den Ärzten und Therapeuten ein etwas anderes Bild gemacht, ich erwarte nicht das eine Heilung daraus resultiert, aufpassen müsse man, wenn es in einer "Jammerrunde" endet. Es gibt sich, so scheint es, dass Menschen in so einer Gruppe dazu neigen, sich hineinzusteigern und nur noch von den negativen Sachen reden. Wenn dies passieren sollte, besteht das Risiko in einer Negativ-Spirale zu enden. Es hat sich aber zum Glück als unbegründet erwiesen. Klar wird auch mal über die Schmerzen gesprochen aber sie bilden nicht den Schwerpunkt unserer Gespräche. Es wird auch gelacht und gescherzt. Tips und Erfahrungen ausgetauscht, manchmal entstehen sogar neue Therapieansätze. Auch schon wurde über Ablenkungsformen gesprochen, diese sind eine effektive Form der Selbsthilfe! Das kann nur jemand verstehen, der diese Situation kennt. Wir treffen uns vorläufig nun alle zwei Wochen. Auch die Frau aus der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen ist sehr engagiert und kompetent.

Diese Gespräche sind sehr interessant, weil es die Einzige sind, die mit Menschen stattfinden die genau wissen wovon man redet. Dieses Verständnis können "Normale" Menschen gar nicht aufbringen, auch wenn sie sich noch so viel Mühe geben (ich weiss diese sehr zu schätzen), so kann z. B. Kein Normaler Mensch verstehen, wenn ich, damals mit Knie-schmerzen über Jahre, sagte dass ich mir mit dem Hammer über das Knie schlagen möchte, einfach dass es mal Anders wehtut! Es gibt nichts schlimmeres als gleichbleibende nicht endende Schmerzen! Es ist vergleichbar mit Zahnschmerzen, die immer gleich sind, da wird man irre! Auch wenn sie sich in der Stärke ändern, es ist die gleiche Art von Schmerz. 

Und schon ertappe ich mich dabei, wie ich nur von Schmerzen rede und versuche diese zu erklären... Genau dies muss ich nicht in der Selbsthilfegruppe, darum ist sie so wichtig! 

Über die Gruppen-Dynamik oder Erfahrungen

Als wir unser erstes Treffen hatten, waren wir etwa acht Personen, es war sehr interessant zu sehen, wie viele Menschen im näheren Umkreis, von diesem Problem betroffen sind! Auch die Dauer, unter der diese schon an Schmerzen leiden hat mich etwas überrascht, dachte ich doch, dass mit den 2 Jahren die ich daran leide, ich zu den Langjährigen gehöre! Weit gefehlt! Ich gehöre zu den Neulingen!

Als wir uns vorgestellt hatten und uns die Funktionsweise einer solchen Gruppe erklärt wurde ( Alles sehr gut organisiert und erklärt von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen www.selbsthilfe-gruppen.ch). 

So haben wir gemeinsam unsere Grundsätze festgelegt  und somit den Weg den unsere Gruppe einschlagen sollte definiert.

Von den anfänglichen Acht, reduzierte sich die Gruppe schon beim zweiten Mal um zwei oder drei. Kein Problem, wir sind eine auf Freiwilligkeit basierten Gruppe und keiner wusste worauf er sich da einliess. Ein Austritt ist ja logischerweise, zu jeder Zeit und ganz sicher ohne irgend eine Angabe von Gründe möglich!  

Nach dem vierten oder fünften Treffen, waren wir nur noch zu viert. Es waren aber immer sehr interessante Gespräche, klar hat der eine oder andere mal einen schlechteren Tag wo sie z.B. sehr starke Schmerzen hatte oder einfach einen Rückschlag erlitten hat. Und dann  vielleicht das Bedürfnis ein wenig zu "jammern", dafür ist selbstverständlich Platz!  Es soll einfach nicht das Hauptziel sein! Denn nur vom jammern, kommen wir im Leben nicht weiter!  Das wissen wir auch, sind aber genau solche Situationen, die kein Aussenstehender begreifen kann. Mit der Zeit hat uns eine weitere Person verlassen und gleichzeitig hatten wir unser erster Neuzugang. Es war wieder mal etwas ganz spannendes, eine neue Geschichte zu hören, wieder eine komplett neue Facette die wir kennen lernen durften. 

Die Leute die zu uns kommen, werden vom Behandelndem Arzt, von Therapeuten oder die Teilnehmer selbst über uns informiert. Jeder in dieser Lage, kann es sich überlegen ob dies etwas für ihn wäre, ich weiss das einige von uns, ob direkt oder indirekt, schon profitieren konnten.  

Momentan sind wir nur noch zu dritt, es sind noch Anfragen offen, von denen ich aber noch nichts genaueres gehört habe, denn die Anmeldung läuft schlussendlich über mich. Ich werde aber ganz sicher niemand drängen und dauernd nachfragen. Bei Interesse, nehme ich Telefonisch oder wenn bevorzugt per Mail kontakt auf und erkläre in groben Zügen, das Wie, Wo und Wann, ab dann ist es am Interessenten sich bei mir zu melden und dann werde ich den nächstmöglichen Termin bekannt geben.

Falls Interesse oder auch nur Neugierde besteht über die Grppe zu reden oder beizutretten, bin ich gerne bereit die entsprechenden Schritte einzuleiten.

Grundsätze

Arbeitsvereinbarung Selbsthilfegruppe Chronische Schmerzen

 

 Wir sind eine Gesprächsgruppe die sich mit dem Thema chronische Schmerzen auseinandersetzt.

 

Wir legen aller grössten Wert auf Vertraulichkeit, ohne sind unsere Gespräche nicht möglich! Die Zusage dieser ist auch Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Gruppe. 

 

 

Unsere Ziele:

·        Sich gegenseitig unterstützen und motivieren

·        Erfahrungen im Umgang mit chronischen Schmerzen austauschen

·        Lebensqualität erhöhen

·        Gemeinsam vorwärtskommen, neue Wege beschreiten

 

Ort der Treffen:

Wird bei Interesse bekannt gegeben, Raum Wil SG

 

Kontakt:

Bei Interesse, können sie sich auf dieser Page über "Kontakt" melden

 

Häufigkeit der Treffen:

Immer mittwochs in den "geraden" Kalenderwochen

 

Gesprächsleitung:

Die Gesprächsleitung soll unter den Freiwilligen rotieren.

Die Gesprächsleitung beachtet folgendes:

·        Das Treffen klar eröffnen und abschliessen

·        Die Vereinbarte Zeit und andere Abmachungen einhalten

·        Möglichst alle Beteiligten zu Wort kommen lassen

·        Nur eine Person spricht (vermeiden von Seitengesprächen)

 

Worauf wir achten:

·        Wir möchten respektvoll und sorgsam miteinander Umgehen

·        Wir achten auf gegenseitiges Verständnis und dulden keine Wertung

·        Im Erfahrungsaustausch bleiben wir sachlich

·        Wir wollen beim Thema chronische Schmerzen bleiben und nicht unnötig abschweifen

·       Wir sprechen auch über Therapien, Umgang mit Ämter oder sonstiges was zwar nicht direkt mit Schmerz aber mit unserem Leben zusammen hängt

·        Wir bleiben konstruktiv, wir sind keine "Jammergruppe"

·        Jede Person ist für sich selbst verantwortlich, unsere Treffen beruhen auf Freiwilligkeit

·        Wir verstehen unsere Treffen als verbindlich. Wer an einem Treffen nicht teilnehmen kann meldet sich ab

·        Wir pflegen eine ehrliche und offene Umgangsform

·        Die Person die spricht lassen wir ausreden

·        Wir vermeiden Seitengespräche

·        Humor soll Platz haben

·        Besprochenes und Adressen sind vertraulich

 

Aufnahme von neu Interessierten:

Neue Gruppenmitglieder sind willkommen sofern es die Gruppengrösse zulässt.

Alle sechs oder acht Wochen öffnet sich die Gruppe für Neu-interessierte. Erstmals ab August 2017. Die Kontaktperson gibt Auskunft über den nächsten möglichen Schnuppertermin. Es wird empfohlen, dass Neu-interessierte drei Mal an den Gruppentreffen teilnehmen und erst danach eine verbindliche Rückmeldung der Gruppe geben, ob sie sich der Gruppe anschliessen. Erst dann werden sie auf die Adressliste gesetzt und erhalten Einblick in diese.